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Prof. Dr. Ludger Wöste

Prof. Dr. Ludger Wöste

Experimentelle Physik

Strukturprofessor (1989 - 2014)

Prof. Dr. Ludger Wöste war über viele Jahrzehnte in der experimentellen Physik tätig und prägte das Fach durch seine Arbeiten in verschiedenen international ausgerichteten Forschungsfeldern. Nach seinem Studium der Physik und Elektrotechnik an der TH Aachen sowie der Universität Bonn führte ihn seine wissenschaftliche Ausbildung über seine Diplomarbeit zur Atomstrahlphysik schließlich zur Promotion an der Universität Bern im Bereich der massenselektiven Laserspektroskopie an Metallclustern.

Im Anschluss daran arbeitete Ludger Wöste in mehreren renommierten Forschungsgruppen im In- und Ausland, unter anderem an der Stanford University sowie an der ETH Lausanne. Dort beschäftigte er sich mit Themen wie der Reaktivität von Molekülen, dem photodynamischen Verhalten von Metallclustern sowie der Entwicklung und Anwendung von Lasertechniken in wissenschaftlichen, industriellen und medizinischen Kontexten. Seine Forschung war dabei stark international vernetzt und wurde durch zahlreiche Kooperationen ergänzt, unter anderem auch im Rahmen von Gastprofessuren und leitenden Forschungspositionen.

1989 wurde Dr. Ludger Wöste als C4-Professor an den Fachbereich Physik der Freien Universität Berlin berufen, wo er bis 2014 tätig war. In dieser Zeit leitete er den Fachbereich zeitweise auch als Dekan und veröffentlichte umfangreich in seinen wissenschaftlichen Arbeitsgebieten, darunter Ultrakurzzeitphysik, Clusterforschung, Katalyse und optische Fernerkundung. Insgesamt entstand ein breites wissenschaftliches Werk mit zahlreichen Publikationen und Patenten, das seine Forschung international sichtbar machte.

Seit seinem Ausscheiden aus dem aktiven Universitätsdienst im Jahr 2014 war Dr. Ludger Wöste weiterhin am Fachbereich Physik als Wilhelm und Else Heraeus-Seniorprofessor für neue Lehrkonzepte tätig. In dieser Funktion widmete er sich zwischen den Jahren 2017 und 2021 insbesondere der Vermittlung moderner physikalischer Forschung an Schulen und die Öffentlichkeit, indem er anschauliche Experimente entwickelte, die grundlegende physikalische Prinzipien mit aktuellen wissenschaftlichen Fragestellungen verbanden. Dabei nutzte er auch sein langjähriges Netzwerk ehemaliger Mitarbeitender und Kolleginnen und Kollegen, um den Austausch zwischen Forschung, Bildung und Praxis zu fördern.

Aus der Arbeitsgruppe gingen 12 Professor*innen, 55 Doktor*innen sowie 4 Unternehmensgründungen hervor.

AG Wöste