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Prof. Dr. Stephanie Reich und Prof. Dr. Katharina Franke unter den „100 wichtigsten Köpfen der Berliner Wissenschaft“

Experimentalphysikerinnen Prof. Dr. Stephanie Reich (links) und Prof. Dr. Katharina Franke (rechts)

Experimentalphysikerinnen Prof. Dr. Stephanie Reich (links) und Prof. Dr. Katharina Franke (rechts)

Der „Tagesspiegel“ stellt jährlich 100 Persönlichkeiten vor, die die Berliner Wissenschaft mit ihrer Forschung prägen. 2026 würdigt das Berliner Leitmedium die Experimentalphysikerinnen der Freien Universität Berlin: Prof. Dr. Stephanie Reich und Prof. Dr. Katharina Franke.

News vom 30.09.2026

Festkörperphysikerin Prof. Dr. Stephanie Reich

Professorin Dr. Stephanie Reich forscht in der experimentellen Festkörperphysik. Ihre Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit Materialien und Strukturen auf der Nanoskala und untersucht unter anderem Graphen, Übergangsmetall-Dichalkogenide, Kohlenstoffnanoröhren und plasmonische Nanostrukturen. Im Mittelpunkt stehen die Wechselwirkung von Licht und Materie sowie deren Anwendung in der Nanophotonik.

Prof. Dr. Stephanie Reich hat erfolgreich einen neuen Sonderforschungsbereich an der Freien Universität Berlin aufgebaut – den SFB 1772 „Heterostrukturen aus Molekülen und zweidimensionalen Materialien“ (mol2Dmat). Seit Oktober 2025 arbeiten hier Forschende aus Physik und Chemie an der Schnittstelle von molekularem Design und Festkörperphysik zusammen: Sie erforschen die Grundlagen für eine neue Klasse von Heterostrukturen, die aus organischen und atomar dünnen Kristallblättchen zusammengesetzt werden. Untersucht werden die optoelektronischen Eigenschaften, die Wechselwirkungen und die Ladungsverteilung in diesen neu synthetisierten Materialien sowie die Potenziale zur gezielten Steuerung dieser Eigenschaften. Prof. Dr. Stephanie Reich ist die Sprecherin des SFB 1772.

Nanophysikerin Prof. Dr. Katharina Franke

Professorin Dr. Katharina Franke ist eine anerkannte Nanophysikerin, die zahlreiche nationale und internationale Forschungsprojekte geleitet hat. Ihre Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit physikalischen und chemischen Eigenschaften einzelner Atome, Moleküle und Nanostrukturen auf Oberflächen und erforscht, wie sich diese Eigenschaften auf der Nanoskala gezielt kontrollieren lassen. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Zusammenspiel von Magnetismus und Supraleitung sowie auf der Untersuchung von ultraschnellen Prozessen auf der atomaren Skala.

Professorin Franke hat maßgeblich zur Einrichtung eines neuen Exzellenzclusters an der Freien Universität Berlin beigetragen, der 2026 seine Arbeit aufgenommen hat. Der Forschungsverbund „Center for Chiral Electronics“ (EXC 3112) bündelt die Grundlagenforschung aus Berlin, Halle und Regensburg und verfolgt das Ziel, die Entwicklung von Konzepten für energieeffiziente Elektronik voranzutreiben. Im „Zentrum für Chirale Elektronik“ werden die einzigartigen Eigenschaften der Chiralität in Festkörper- und Molekülsystemen erforscht und damit die Grundlagen für elektronische Technologien der nächsten Generation geschaffen – für energieeffiziente, leistungsstarke Materialien, die dem globalen Bedarf an nachhaltiger digitaler Infrastruktur gerecht werden. Prof. Dr. Katharina Franke ist die Ko-Sprecherin des Exzellenzclusters EXC 3112.

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