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Persönliches Datenlager

Hintergrund

Im Laufe der Zeit fallen bei vielen Benutzern eine Datenbestände an, die man entweder aus Zeitgründen ausgerechnet jetzt nicht sortieren und löschen kann (meist passiert dies dann nie...), oder die man gar nicht löschen will. Gebraucht werden die Daten nur selten, oder man hebt sie nur auf, weil man noch nicht weiss, ob man sie überhaupt nochmal braucht. Für die Aufbewahrung solcher Datenbestände gibt es jetzt ein Speichersystem, auf dem jeder Benutzer sein persönliches Datenlager anlegen kann.

Das Heimverzeichnis ist kein guter Platz für ein Datenlager. Die Heimverzeichnisse sind für die Funktion des Systems unentbehrlich, ohne sie kann man sich nicht einmal einloggen oder Email lesen. Je mehr Daten hier herumliegen, desto langsamer wird das ganze System. Im Falle eines Problems muss die ZEDV die Heimverzeichnisse auf schnellstem Wege wieder verfügbar machen. Beinhaltet dies ein Umkopieren der Daten auf ein neues Speichersystem, so dauert dies derzeit über 8 Stunden aufgrund der vielen Datenlager in den Heimverzeichnissen (Stand: Nov 2006).

Wenn Sie sich Ihr Heimverzeichnis als Ihren Schreibtisch vorstellen, so ist das persönliche Datenlager sowas wie Ihr Büroschrank. Bitte räumen Sie für den täglichen Gebrauch weniger wichtige Daten von Ihrem Schreibtisch in den Schrank!

Zugriffsberechtigung

Das persönliche Datenlager ist ebenso wie Ihr Heimverzeichnis nur für Sie zugreifbar. Es gibt in diesem Punkt keinen Unterschied zwischen den beiden Systemen.

Zugriffsmöglichkeiten

Windows Unter Windows ist das persönliche Datenlager über den Netzwerkpfad \\storage\<username> zu erreichen. Hierbei bezeichnet <username> Ihren Unix Login-Namen. Es wird empfohlen, den vollständigen Pfad mit einem Laufwerksbuchstaben zu verbinden, so dass z.B. \\storage\<username> als S: verfügbar ist. Bei Rechnern in der PHYSIK-Domäne wird diese Verknüpfung automatisch angelegt. Linux Auf allen Rechnern des Linuxclusters ist das persönliche Datenlager über /storage/<username> zu erreichen. SECNET Aus dem SECNET ist das persönliche Datenlager erreichbar über \\zerberus\storage\<username>.

Eine Zugriffsmöglichkeit von ausserhalb des Fachbereichs ist über sftp gegeben. Verwenden Sie hierzu bitte den hostname ssh.physik.fu-berlin.de, ihren Unix-Benutzernamen mit den zugehörigen Passwort. Der Pfad zu dem persönlichen Datenlager ist auch hier /storage/<username>.

Betriebssystem Netzwerkpfad
Windows 2000/XP \\storage\<username>
Windows im SECNET \\zerberus\storage\<username>
Linux (ZEDV-Cluster) /storage/<username>

Datensicherheit

Die Daten liegen auf einer 2 Terabyte großen Speicherbereich eines HP Enterprise Virtual Array 5000. Sie sind dort gegen den Ausfall von einzelnen Festplatten mehrfach abgesichert. Die Daten werden zusätzlich jede Nacht auf einen weiteren Rechner gesichert. Hardwareseitig können drei Festplatten gleichzeitig ausfallen, ohne dass es zu Datenverlust kommt.

Benutzerseitig besteht immer die Gefahr, dass Daten aus Versehen gelöscht werden. Sich gegen diese Form des Datenverlusts abzusichern ist viel schwieriger, weil das System nicht von alleine erkennen kann, wann eine Datei beabsichtigt gelöscht wurde und wann versehentlich. Auch können wir unmöglich Kopien aller gelöschten Daten für den Fall vorhalten, dass sie doch noch einmal gebraucht werden.

Das derzeit implementierte Backupsystem gewährleistet, dass eine gelöschte Datei dann wieder restauriert werden kann, wenn sie vor dem letzten nächtlichen Backup-Durchgang schon existierte. Daten, die also am selben Tag gelöscht werden, an dem sie angelegt wurden, können wir nicht gegen versehentliches Löschen sichern.

Wenn ein Benutzer eine Datei mit dem Namen 'Hallo' anlegt, diese wenige Tage später löscht, dann wieder eine Datei 'Hallo' anlegt, so kann dann noch die vormals gelöschte Datei restauriert werden. Löscht er jedoch die neue Datei 'Hallo', so ist die zuerst gelöschte verloren, es sei denn, er meldet sich sofort (noch vor dem Lauf des nächtlichen Backups) bei der ZEDV.

Diese Form des Backups funktioniert gut für vergleichsweise statische Datenbestände. Wichtig ist, dass die Daten nicht zu viel herumverschoben und umbenannt werden. Es lohnt sich also, vorher über die Verzeichnisstruktur ein wenig nachzudenken.

Ausnahmen vom Backup

Wenn beim Ablegen von Datenbeständen bereits bekannt ist, dass die Daten schnell wieder gelöscht werden, oder wenn die Daten nicht in das nächtliche Backup einbezogen werden sollen, dann müssen die Daten in einem Unterverzeichnis namens nobackup abgelegt werden. Dabei spielt es keine Rolle, wo dieses nobackup-Verzeichnis liegt. Es genügt, wenn irgendwo im Pfad zu den Daten ein solches Unterverzeichnis durchschritten wird. Gegen Hardwareausfälle sind die Daten dort weiterhin sicher, nicht aber gegen versehentliches Löschen durch den Benutzer.

Wir möchten Sie bitten, diese Möglichkeit insbesondere für sehr große Dateien zu nutzen (z.B. Images von kompletten Festplatten, die kurzzeitig zwischengelagert werden sollen), da das Backup-Konzept (s.o.) es erfordert, dass wir die Daten auch nach dem Löschen wenigstens noch eine Weile vorhalten.

Kosten

Vorerst bieten wir den Platz kostenfrei an. Sobald der vorhandene Platz aufgebraucht ist, muss jedoch über eine Erweiterung nachgedacht werden, deren Kosten dann möglicherweise im Verhältnis des verbrauchten Platzes auf die Gruppen umzulegen sind.

Die ZEDV behält sich vor, bei offensichtlichem Missbrauch des Systems, einzelnen Benutzern den Zugriff auf das persönliche Datenlager zu sperren.