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Linux: Oft gestellte Fragen (FAQ)

Dies sind die Fragen, die uns bereits öfters gestellt wurden. Falls Sie noch weitere Fragen haben, schreiben Sie an unix@physik.fu-berlin.de

Inhalt

Warum Linux?

Linux hat sich in den letzten Jahren zur meist verbreitesten Unixvariante entwicket, die von den meisten Hardwareherstellern und Systemanbietern unterstützt wird. Insbesondere scheinen die meisten Hersteller kommerzieller Unixe eine Migrationsstrategie zu Linux zu haben. Auch wird für kein Unix-System so viele verschiedene Software angeboten wie für Linux.

Die Verbreitung von Linux hat zudem den Vorteil, daß es einfacher ist jemanden zu finden, der sich mit Linux auskennt als es mit FreeBSD der Fall ist. Zudem unterstützt Linux eine große Anzahl von Systemen, so daß wir in Zukunft die Alpharechner mit Linux austatten können (siehe unten).

Der Hauptvorteil von FreeBSD ist, daß es unter hoher (Netz-)Last stabiler läuft, hat sich verringert (Linux hat aufgeholt); zudem wird FreeBSD - und somit auch Linux - bei uns auf Arbeitsplatzrechnern und nicht auf Servern eingesetzt, so daß dieser kleine Nachteil gut in Kauf genommen werden kann.

Warum Debian?

Folgendes sind unsere Anforderungen:

  • Weitgehend konform zur Linux Standard Base (LSB) und zum File Hierachy Standard (FHS)
  • Weit verbreitete Distribution
  • Stabile Distribution
  • Gute Sicherheitsaktualisierungen
  • Gute Updatemöglichkeit
  • Regelmäßig neue Versionen
  • Preiswerte Distribution
  • Umfangreich und gut gepflegte Distribution

Diese Anforderungen werden im Wesentlichen erfüllt von:

Warum also Debian

  • Der Hauptgrund für Debian ist, daß Debian gut aktualisiert werden kann (leichte Updates)
  • Debian wird zudem in der Informatik verwendet (zur Zeit findet jedoch kein intensiver Austausch mit der Informatik statt)
  • Es gibt keine sehr starken Preferenzen der Arbeitsgruppen für ein bestimmtes Linux, so daß wir relativ frei in unsere Entscheidung waren

Allerdings kann es sein, daß wir die Distribution in der Zukunft wechseln werden, wobei für den Nutzer diese Änderung möglichst transparent sein wird.

Was geschieht mit den Alphas und Digital/DEC Unix alias Compaq Tru64 Unix?

Wir haben derzeit nicht vor, die auf Alpha-Chips basierenden Rechner, die derzeit mit Compaq Tru64 Unix laufen, auf Linux umzurüsten.

Langfristig ist allerdings geplant, zumindest die Arbeitsplatzrechner durch Linux zu ersetzen, um die Adminstration zu erleichtern.

Welchen C/Fortran Compiler soll ich nehmen?

Wir haben zwei Kompiler von zwei Herstellern installiert:

Hinweis: Gegenwärtig ist neben dem GCC 2.95.x auch der GCC 3.0 installiert, der unter gcc-3.0 (/usr/bin/gcc-3.0) zu finden ist. Diese Version ist standardkonformer und produziert etwas schnellere Programme. Um GCC 3.0 aufzurufen, muß man entweder /opt/experimental/bin in den PATH aufnehmen oder GCC direkt aufrufen.

Hinweis zu den Intel-Kompileren: Um den Intel C/Fortran Kompiler zu verwenden, sollte man vorher das Skript /opt/intel/compiler50/ia32/bin/iccvars.csh (tcsh) bzw. (bash) ausführen. Bitte beachten Sie, daß die INTEL-Kompiler nur für nichtkommerzielle Projekte verwendet werden darf.

Fortran

Da der GNU-Fortran-Kompiler (f77/g77) nur Fortran 77 unterstützt sollte man unbedingt den Intel Fortran Kompiler (ifc) benutzen, der Fortran 90 und OpenMP unterstützt.

Für manche F77-Projekte reicht allerdings auch der G77 aus.

C/C++

Hier hängt es davon ab, was kompiliert werden soll. Die Standardprogramme sollten mit dem GNU-C/C++-Kompiler (gcc/g++) kompiliert werden, insbesondere, da Shared Libraries (.so) von C++ nicht kompilerunabhängig sind (anderes ABI).

Für eigene Programme, die keine GNU-C++-Besonderheiten verwenden, ist der INTEL-C-Kompiler (icc) zu empfehlen, da der icc schnellere Programme erzeugt (bis zu doppelt so schnell), schneller kompiliert und OpenMP unterstützt.