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Release Notes 1.0

Inhalt

Automatische Installation mit FAI

Die Installation folgt automatisch mit FAI (Full Automatically Installation), daß von der Universität Köln entwicktelt wird.

Bei FAI gehört ein Rechner einer (oder mehrerer) Klassen an, von der er Einstellungen erbt. Für die meisten Rechner genügt es insofern die Klasse anzugeben und die IP und den Namen des Rechners. Der Rest wird von der Klasse geerbt (und kann überschrieben werden). Eingestellt werden kann:

  • Der Installationsumfang (welche Pakete)
  • Wie die Festplatte partitioniert und Formatiert werden soll
  • Welche Sprache, Tastatur, Bildschirm
  • Welche Dienste (daemons) sollen aktiviert werden
  • Eigene Skripte, die gestartet werden sollen
  • Und weiteres mehr

Die Konfigurationsdateien werden in einem CVS-Baum gespeichert, so daß alle Änderungen dokumentiert bleiben. An Hand dieser Daten wird entweder eine spezille Bootdiskette für einen Rechner erstellt oder eine generische, wobei dann die Daten (Packete und Konfiguration) über das Netz geladen werden.

Achtung: Wenn der Installationsmodus mit Partitionieren/Formatieren ausgewählt ist, sollten die Daten auf der Festplatte tunlichst nicht mehr benötigt werden!

Installationshinweis: Vergessen Sie nicht, nach der Installation das ggf. Rootpaßwort umzusetzten und ggf. ein Bootpaßwort zu setzen.

Funktionsweise von FAI

Es gibt zwei Methoden der Installation, die eine benötigt einen DHCP-Server, die andere nicht. Ohne DHCP-Server l&auuml;ft die Konfiguration so ab:

  • Die Konfiguration befindet sich innerhalb des CVS-Baumes.
  • Auf den Bootdisketten-Server wird an Hand der CVS-Daten eine Bootdiskette erstellt, die den ausgewählten Kernel und die Netzwerkkonfiguration enthält. Dazu dient das make-host-floppy-Skript. (Dieser Rechner muß ein Linuxrechner sein.)
  • Mit dieser Diskette wird dann der zu installierende Recher gebootet. Der Rechner holt sich via NFS die Konfiguration von dem Konfigurationsserver und via FTP die Packete vom Debian-Mirror (ftp.fu-berlin.de/pub/unix/linux/mirrors/debian)

Mit DHCP-Server analog mit der einzigen Ausnahme, daß die Bootdiskette generisch ist (modulo essentielle Treiber) und die gesamte Konfiguration vom Konfigurationsserver (und vom DHCP-Server) geholt wird.

Manuelle installation

Wenn Sie FAI nicht mögen ;-) oder einen eigenen Rechner installieren wollen, können Sie mit NFS auf den Debian-Mirror der ZEDAT zugreifen, die sich unter ftp.zedat.fu-berlin.de:/ftp/pub/unix/linux/mirrors/debian/ befindet.

Partitionieren und Formatieren: Standardwerte

Dezeitiges Schema mit Reiserfs

Derzeit werden die Festplatten so partitioniert und formatiert:

  • / (Root-Verzeichnis) Primäre Partition, Reiserfs, 200 MB
  • SWAP Logische Partition, Swap-Partition, 256 MB
  • /var Logische Partition, Reiserfs, 3000 MB
  • /tmp Logische Partition, Reiserfs, 500 MB
  • /usr Logische Partition, Reiserfs, 5000 MB
  • /opt Logische Partition, Reiserfs, 2000 MB
  • /amd/$HOST/0 Logische Partition, Reiserfs, restlicher Platz

Anmerkungen

  • Temp-Verzeichnisse. Die Dateisysteme, auf denen der normale Benutzer temporär Daten schreiben können, sollten die anderen Dateisysteme nicht vollschreiben können. Das heißt, daß /tmp, /var/tmp und /dev/shm nicht auf dem Rootdateisystem liegen sollten. Gleichfalls kann /var durch Log-Meldungen vollaufen, so daß auch /var ein eigenes Dateisystem gut gebrauchen kann.
  • tmpfs. Das temporäre Dateisystem, bei den meisten Linuxen nach /dev/shm gemountet. Man kann es allerdings auch als /tmp Ersatz benutzten, allerdings sollte dann die SWAP-Partition groß genug sein und in fstab die Größe des tmpfs begrenzt sein. Lesenswert ist auch dieser IBM-Artikel

Zukünftige, mögliche Veränderungen

Folgendes könnte in Zukunft am Partitionierungs-/Formatierungsschema geändert werden:

  • LVM Der LVM (Logical Volume Manager) erlaubt es, die Größe der Partitionen (Logical Volumes) zu ändern, so daß man flexibel in der Größe der Dateisysteme ist.
  • XFS Das SGI-Linux-XFS ist ein journaling filesystem mit ACL-Unterstützung. Allerdings noch nicht im Standard-2.5-Kernel enthalten.
  • EXT2/3 ACL Andreas Grünbackers ACL-Implementierung erlaubt ACLs mit EXT2/3. Leider ebenfalls noch nicht im Standard-Kernel.