Praktikum_schnitt

Allgemeine Hinweise

 Voraussetzung

Die Durchführung des Praktikums setzt solide Grundkenntnisse in Physik (Physik für Studierende der Biologie, Biochemie, Chemie, Informatik, Mathematik und Mineralogie und Geologie) und Mathematik  (Exponential- und Logarithmusrechnung, Kenntnisse der Grundfunktionen, Differential- und Integralrechnung und Grundlagen der Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik für das Verständnis der Fehlerrechnung) voraus.

  • Zum 1.Praktikumstag sind die Ausdrucke zur online-Fehlerrechnung mitzubringen, auch wenn nicht alle Aufgaben erfolgreich gelöst wurden. Sie dienen als Grundlage für den 1. Versuchstag, der ausschliesslich der Behandlung von Messfehlern und deren statistischer Bewertung dient

Organisation: Durchführung und Ablauf des Praktikums

Eine detaillierte Beschreibung des Praktikumsablaufs ist in der Praktikumsanleitung wiedergegeben. Nehmen Sie die Hinweise genau zur Kenntnis um Schwierigkeiten oder Nachteile zu vermeiden. Weitere Informationen erhalten Sie zu Praktikumsbeginn.
Auf einige wichtige Punkte bzw. obligatorische Arbeitsmittel soll bereits hier hingewiesen werden.

  • Arbeitsstruktur: Im Praktikum wird paarweise in gemeinschaftlicher Verantwortung zusammengearbeitet. Schließen Sie sich mit Ihrem Partner zur ordnungsgemäßen Erledigung der Aufgaben zusammen.
    Bei der Anmeldung können bestimmte Partner- oder Gruppenwünsche berücksichtigt werden.
  • Vorbereitung: Es ist eine gründliche Vorbereitung auf die Versuche erforderlich. Als Ergebnis der Vorbereitung muss die Einführung in die Themen- und Aufgabenstellung als Teil des Berichts ("Physikalische Grundlagen") schriftlich ausgearbeitet zu Versuchsbeginn vorgelegt werden. Die schriftliche Vorbereitung muss von jeder Teilnehmerin / jedem Teilnehmer angefertigt werden.
  • Laborhefte: Sämtliche schriftlichen Aufzeichnungen und Ausarbeitungen zum Praktikum müssen zur dokumentarischen Sicherheit urschriftlich (d.h.keine Notizzettel, kein Bleistifteintragung) in gebundene Laborhefte eingetragen werden. Jeder Studierende sollte sich daher 2-3 Schulhefte (16 Blatt, DinA4) besorgen. Die Verwendung von Ringordnern ist nicht zulässig.
  • Netzpapier: Grafische Darstellungen von funktionalen Zusammenhängen müssen auf Netzpapier angefertigt werden (mm-Papier, log.Papier; im Praktikum kostenlos erhältlich), die in die Protokollhefte einzukleben sind.
  • Ausarbeitungen: Die fertige Ausarbeitung der Versuche mit der Auswertung und der Zusammenfassung und Diskussion der Ergebnisse muss jeweils am kommenden Versuchstag vorgelegt werden. Die Ausarbeitung der Protokolle kann gemeinschaftlich erfolgen und muss von jedem Paar zu jedem Versuch nur in einer Ausfertigung vorgelegt werden. Es ist auch möglich, dass Studierende eigene Protokolle anfertigen (die Zensur wird nach den individuellen Leistungen vergeben).
  • Eingangskontrolle
  • Zur Kontrolle der regelmäßigen, schriftlichen Mitarbeit (Vorbereitung, Ausarbeitung) müssen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu Beginn der Praktikumstermine ihre aktuellen Laborhefte ihren Betreuerinnen und Betreuer vorlegen und abzeichnen lassen.

Ziele und Inhalte

Praktika haben als Hauptziel die Einführung in praktisch-experimentelle Arbeitsmethoden und dienen nur ergänzend der inhaltlichen Wissensvermittlung. Es sind anwendungsorientierte Lehrveranstaltungen. Die Ziele und Inhalte des Physikalischen Praktikums für Naturwissenschaftler sind:

  • Einführung in Messtechnik und -methodik: Sie sollen lernen, mit Apparaturen und Messgeräten umzugehen.
  • Einführung in Messdokumentation: Sie sollen lernen, Aufzeichnungen zu führen, aus denen später eine experimentelle Untersuchung vollständig ausgewertet und gegebenenfalls auch reproduziert werden kann.
  • Einführung in Auswertetechniken: Sie sollen lernen, experimentelle (empirische) Daten im Rahmen ihres Näherungs- oder Schätzcharakters (Fehler) unter Anwendung mathematisch-statistischer und praktischer Methoden auszuwerten (Fehlerrechnung).
  • Einführung in wissenschaftliche Schlussfolgerung und Diskussion: Sie sollen nicht beim Erlernen technischer Fähigkeiten stehenbleiben, sondern zu wissenschaftlichem Denken hingeführt werden, d.h. zur Klärung der gestellten Frage auf der Grundlage der Beobachtungen und quantitativen Untersuchungen.
  • Einführung in schriftliche Darstellung und Präsentation: Sie sollen lernen, eine durchgeführte Arbeit in angemessener Form schriftlich darzustellen und niederzuschreiben.

Ein Physikpraktikum stellt exemplarische Aufgaben aus der Physik. Das Herangehen an ein gestelltes Problem, viele Methoden, insbesondere aber die schließende Bewertung der wissenschaftlichen Fragestellung ist aber die Gleiche wie in anderen Naturwissenschaften, so dass über die physikalischen Inhalte hinaus das Praktikum auch Qualifikationen für das jeweils eigene Fach vermittelt. Die Wissenschaften heute sind durch zwei gegensätzlich erscheinende Attribute gekennzeichnet: Einerseits durch eine hochgradige Spezialisierung , andererseits durch eine starke interdisziplinäre Zusammenarbeit. Naturwissenschaftler unterliegen dabei dem Anspruch, nicht nur das eigene Fach zu beherrschen, sondern auch Grundkenntnisse der Nachbargebiete zu besitzen. Neben den klassischen Kernfächern Physik, Chemie,Geologie und Biologie haben sich im Laufe der Zeit die Brückenfächer Physikalische Chemie, Biochemie,Geophysik und Biophysik entwickelt, wobei die jeweiligen Grenzen fließend sind und in Strenge verschwinden.

Praktikumsanleitung

  • Die Praktikumsanleitung enthält die Aufgabenstellungen und kurze, zusammenfassende Darstellungen der physikalischen Grundlagen. Im Fall geringerer Vorkenntnisse ist das Arbeiten mit weiterer Literatur erforderlich.
  • Geeignet sind alle Lehrbücher der Physik bzw. Experimentalphysik für Nebenfächler einschließlich Physik-Schullehrbücher der gymnasialen Oberstufe. Spezielle Praktikumslehrbücher sind nicht erforderlich.