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Neue experimentelle Forschungsgruppe "Ultrakurzzeitdynamiken in Nanomaterialien" unter der Leitung von Prof. Dr. Hélène Seiler

Prof. Dr. Hélène Seiler

Prof. Dr. Hélène Seiler
Bildquelle: Portraitmacher

Wir begrüßen herzlich Dr. Hélène Seiler an unserem Fachbereich, die dem Ruf auf eine W1-W2 Tenure Track-Professur an der Freien Universität Berlin gefolgt ist. Ihre Forschungsgruppe wird sich mit der Entwicklung und Einsatz von ultraschnellen Methoden zur Charakterisierung von Nanomaterialien beschäftigen, die für Bauelemente wie Solarzellen, LEDs und Laser relevant sind.

News vom 08.11.2022

Die neue Forschergruppe wird an der Freien Universität Berlin ein so genanntes kohärentes multidimensionales Spektrometer aufbauen, um die elektronische Struktur und Dynamik von nanoskaligen Materialien zu untersuchen. Diese können zum Beispiel aus 2D-Materialien, Nanoröhren oder Quantenpunkten bestehen. "Es handelt sich um ein ziemlich ausgeklügeltes Instrument, das eine Reihe von phasenstarren ultrakurzen Laserpulsen mit einer Dauer von bis zu 10 Femtosekunden (10-14 Sekunden) verwendet", erklärt Prof. Dr. Hélène Seiler.

Diese Art von Instrument eignet sich besonders gut, um zu untersuchen, wie die optische Reaktion von Nanomaterialien durch Quanteneinschränkungseffekte beeinflusst wird, und es ist eine empfindliche Sonde für bestimmte Quasiteilchen wie Exzitonen, Polaronen oder Polaritonen.

"Wir betreiben Grundlagenforschung, d. h. wir wollen verstehen, wie die Dinge auf mikroskopischer Ebene funktionieren. Aber der Hauptgrund für unsere Arbeit ist, dass wir glauben, dass dieses grundlegende Verständnis dazu beitragen kann, bessere Materialien für verschiedene Anwendungen zu entwickeln.“

AG Seiler

Über Prof. Dr. Hélène Seiler

Hélène Seiler studierte von 2006 - 2011 Physik an der EPFL in Lausanne. Danach absolvierte sie ein sechsmonatiges Praktikum an der Schweizer Botschaft in Peking, wo sie sich mit Fragen des Klimawandels befasste. Anschliessend absolvierte sie ein zweites Masterstudium in Umweltpolitik an der London School of Economics.

Da sie die harten Wissenschaften zu sehr vermisste, promovierte sie von 2013 bis 2018 in physikalischer Chemie an der McGill University in Kanada, wo sie ein mehrdimensionales Spektrometer entwickelte, das demjenigen ähnelt, das an der Freien Universität Berlin gebaut wird. Dort untersuchte sie Halbleiter-Quantenpunkte und Perowskit-Nanostrukturen.

Von 2018 bis jetzt arbeitete sie als Postdoc am Fritz-Haber-Institut im Fachbereich Physikalische Chemie und untersuchte mit Femtosekunden-Elektronenbeugung die strukturelle Dynamik in 2D-Materialien, Molekülkristallen und Perowskit-Nanokristallen.

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