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Physik-Doktorandin Nele Stetzuhn (AG Bolotin) nahm an der 73. Lindauer Nobelpreisträgertagung teil

Nele Stetzuhn on the Stage of the "Next Gen Science" during the 73rd Lindau Nobel Laureate Meeting

Nele Stetzuhn on the Stage of the "Next Gen Science" during the 73rd Lindau Nobel Laureate Meeting

Nele Stetzuhn, Physik-Promovierende an der Freien Universität Berlin, stellte ihr Forschungsprojekt bei der diesjährigen Lindauer Nobelpreisträgertagung vor. Die Tagung bringt jährlich wissenschaftlichen Nachwuchs und Nobelpreisträger*innen zusammen und widmete sich im Jahr 2024 der Physik.

News vom 11.07.2024

Nele Stetzuhn studierte Physik an der Freien Universität Berlin. Sie promoviert seit 2021 in der Arbeitsgruppe von Professor Kirill Bolotin zum Thema magnetischer Dynamiken in zweidimensionalen Materialien. Für das Promotionsprojekt hat sie sich dem Transregionalen Forschungszentrum 227 "Ultrafast Spin Dynamics“ angeschlossen. Neben Prof. Dr. Kirill Bolotin sind Prof. Dr. Stefan Eisebitt sowie Dr. Clemens von Korff Schmising vom Max-Born-Institut Berlin weitere Betreuer ihres Forschungsprojekts.

Nele Stetzuhn wurde für die Teilnahme an der Lindauer Nobelpreisträgertagung durch ein Komitee aus profilierten Forschenden aus zahlreichen Bewerbungen ausgewählt. Sie war eine von rund 600 besonders begabten Postdocs, Promovierenden und Studierenden aus aller Welt, die zum Austausch mit knapp 40 Nobelpreisträger*innen eingeladen wurden.

Nele Stetzuhn: Vortrag „Ultrafast, ultrathin, ultratunable: Spintronics in 2D materials“

Im Rahmen der Tagung vom 30. Juni bis 5. Juli 2024 hielt Nele Stetzuhn einen Vortrag zum Thema „Ultrafast, ultrathin, ultratunable: Spintronics in 2D materials“, in dem sie ihren Forschungsansatz erklärte: Mithilfe ultraschneller Laserpulse untersucht und manipuliert sie die magnetischen Eigenschaften von zweidimensionalen Materialien, um ihre Nutzbarkeit für zukünftige Lösungen für Informationsspeicherung und -übertragung zu erforschen. Diese Technik könnte in Zukunft zum Einsatz kommen, um anstatt der Ladung den Spin von Elektronen als Informationsträger nutzen, um Wärmedissipation zu verringern.

Denis Iagodkin (AG Bolotin) holte die Tagung von 2020 nach

Mit dabei war auch Denis Iagodkin, der ebenfalls in der Gruppe von Prof. Dr. Kirill Bolotin promoviert und bereits 2020 zur Nobelpreisträgertagung eingeladen wurde, die coronabedingt allerdings ausfallen musste. Denis Iagodkin forscht ebenfalls zu zweidimensionalen Materialien mit einem Fokus auf Halbleitern, die in zwei Dimensionen besondere optische Eigenschaften haben. Diese kann man zum Beispiel durch gleichmäßige Verformungen des Materials oder bestimmte Lichtpolarisationen manipulieren.

Einmalige Erfahrung und exklusiver wissenschaftlicher Input

Die Lindauer Nobelpreisträgertagungen bieten als einzigartiges internationales Wissenschaftsforum Möglichkeit zum Austausch verschiedener Generationen, Kulturen und Disziplinen. Der thematische Schwerpunkt wechselt jedes Jahr zwischen den drei wissenschaftlichen Disziplinen des Nobelpreises, Physik, Chemie oder Physiologie/Medizin.


„Für uns war das eine einmalige Gelegenheit, mit Nobelpreisträgern wie beispielsweise Konstantin Novoselov und Klaus von Klitzing zu sprechen. Es war sehr interessant, die Lebensgeschichten und Karriereverläufe der Preisträger kennenzulernen, die oft erstaunlich unkonventionell waren. Ganz besonders hat uns aber auch der Austausch mit anderen jungen Wissenschaftlern aus ganz unterschiedlichen Teilbereichen der Physik gefallen.“


Es gab an den fünf Tagen viele Paneldiskussionen zu aktuellen Themen wie künstlicher Intelligenz, Quantentechnologie und dem Klimawandel, bei denen junge Wissenschaftler sowie Nobelpreisträger aktiv mitwirken konnten.

Am letzten Tag gab es bei bestem Wetter einen tollen Ausflug zur Insel Mainau. Dort gab es einen besonderen Moment, als die anwesenden Nobelpreisträger eine Erneuerung der Mainauer Erklärung gegen die Nutzung von Nuklearwaffen unterschrieben, die zuerst bei der 5. Lindauer Nobelpreisträgertagung im Jahr 1955 präsentiert wurde.

Fotos: privat; Lindau Nobel Laureate Meeting: Patrick Kunkel; Christian Flemming

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