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Girls’Day 2026 am Fachbereich Physik

GilrsDay 2026 Workshop "Wie kann ich mithilfe von Molekülschwingungen Rätsel lösen?"

GilrsDay 2026 Workshop "Wie kann ich mithilfe von Molekülschwingungen Rätsel lösen?"
Bildquelle: Nicole Rudolph-Mohr

Girls'Day 2026 Workshop "Einblicke in die Biophysik - Proteine sind kleine Maschinen"

Girls'Day 2026 Workshop "Einblicke in die Biophysik - Proteine sind kleine Maschinen"
Bildquelle: OJ

Pipettieren im Labor, Laserexperimente und ein Escape-Game zur Geschichte der Physik: Rund 120 Schülerinnen tauchten beim Girls’Day am 23. April 2026 in die Welt der Physik ein. In zwölf Workshops konnten sie selbst forschen und die Arbeit von Wissenschaftlerinnen aus nächster Nähe kennenlernen.

News vom 24.04.2026

Donnerstag, 23. April 2026, 10 Uhr morgens: Ein Verbrechen war geschehen. Vierzehn Schülerinnen sicherten Spuren und untersuchten Proben vom Tatort. Unter dem Mikroskop verglichen sie die Materialien: Ähnelten sich die Strukturen? Gab es Unterschiede?

Dabei stellten die Schülerinnen fest, dass das Pipettieren gar nicht so einfach war. Gleichzeitig mussten Pipette und Proben sicher gehandhabt werden – manchmal brauchte es zwei Versuche. Die Aufnahmen unter dem Mikroskop waren spektakulär; einige Schülerinnen zückten ihr Handy und machten Fotos. Anschließend wurden die Proben im Laserlabor noch genauer untersucht.

Dieses Szenario war Teil eines von insgesamt zwölf Workshops, die beim Girls’Day am Fachbereich Physik angeboten wurden.

Den Auftakt bildete eine eindrucksvolle Begrüßungsvorlesung der Physikprofessorin Katharina Franke: Im Hörsaal brannte, flog und blubberte es an vielen Stellen – ein echtes Fest für die Augen. Anschließend wechselten die Teilnehmerinnen in ihre Workshops.

Im Workshop „Eis im Winter und Sommer“ stellten die Teilnehmerinnen mithilfe von flüssigem Stickstoff eigenes Speiseeis her und beobachteten, wie sich Materialien bei extrem niedrigen Temperaturen verändern.

Andere Gruppen bauten aus Alltagsgegenständen einfache Spektrometer, untersuchten verschiedene Lichtquellen oder beschäftigten sich mit den Bewegungen kleinster Teilchen und dem Thema Zufall.

Ein besonderes Highlight war das interaktive Escape-Game durch verschiedene Epochen der Geschichte von Frauen in der Physik. Die Schülerinnen begegneten dabei unter anderem der Astronomin Vera Rubin, die die Rotation von Galaxien untersuchte und die ersten belastbaren Hinweise auf die Existenz Dunkler Materie lieferte, der Mathematikerin Emmy Noether, die grundlegende Beiträge zur Algebra und theoretischen Physik leistete, sowie der Quantenphysikerin Lucy Mensing, einer Pionierin für Frauen in der Quantenphysik. Auch Maria Goeppert-Mayer, die das Schalenmodell des Atomkerns entwickelte und als zweite Frau den Nobelpreis für Physik erhielt, war Teil des Spiels.

Die direkte Begegnung mit Wissenschaftlerinnen machte vielen Schülerinnen Lust auf eine Zukunft in den MINT-Fächern. Der Girls’Day am Fachbereich Physik zeigte erneut, wie wichtig frühe Einblicke in Forschung und Wissenschaft sind.

Der Fachbereich Physik bedankt sich bei allen beteiligten Arbeitsgruppen, Studierenden und Mitarbeitenden für ihr Engagement sowie bei den Teilnehmerinnen für einen inspirierenden und lebendigen Girls’Day 2026.

Girls'Day an der Freien Universität Berlin - Beitrag im Blog "campus.leben"

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