Tieftemperaturlabor/ AG-Kryotechnik


Das Tieftemperaturlabor am Fachbereich hat als besondere Serviceaufgabe, flüssiges Helium für zahlreiche physikalische, technische und medizinische Einrichtungen zuverlässig bereitzustellen. Die hierfür installierte Helium-Verflüssigungs- und Rückgewinnungsanlage – die größte im Raum Berlin/ Brandenburg – wird in einem sogenannten Heliumverbund gemeinsam mit dem Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft, dem Helmholz-Zentrum Berlin sowie der Technischen Universität Berlin betrieben. Die Verbrauchsstellen werden regelmäßig mit flüssigem Helium versorgt, wobei der Jahresumsatz etwa 200.000 Liter beträgt. Weitere Serviceleistungen sind die Beratung und technische Unterstützung bei der Lösung kryotechnischer Probleme.

Helium hat die tiefste Siedetemperatur – nur wenige Grad über dem absoluten Nullpunkt von minus 273 Grad Celsius – aller bekannten Flüssigkeiten und kann erst seit Anfang des 20. Jahrhunderts verflüssigt werden. Seitdem finden die außergewöhnlichen Eigenschaften dieser Flüssigkeit reges wissenschaftliches Interesse. Darüber hinaus wird Helium als Kältemittel in vielen naturwissenschaftlichen Disziplinen eingesetzt, da bestimmte Phänomene, wie z.B. die Supraleitung, erst bei tiefen Temperaturen sichtbar werden.