Praktikum_schnitt

Praktikumsordnung

Praktikumsordnung NP

Praktikumsordnung

Praktikumsordnung für das Physikalische Praktikum des Fachbereichs Physik der Freien Universität Berlin für Studierende Naturwissenschaftler Fächer (gültig ab Sommersemester 2015).

Inhalt

§1 Geltungsbereich

Die nachstehende Praktikumsordnung gilt für das Physikalische Praktikum für Naturwissenschaftler des Fachbereichs Physik der Freien Universität Berlin ab dem Sommersemester 2015.

§2 Ablauf des Praktikums

(1) Das Praktikum erstreckt sich über ein Semester (einen Kurs).

(2) Das Praktikum umfasst eine bestimmte Anzahl von Terminen. Die Termine können dem Kursplan entnommen werden, der vor Beginn Praktikumskurses auf den Internetseiten des physikalischen Grundpraktikums veröffentlicht und im Praktikumsgebäude ausgehängt wird.

(3) Das Praktikum findet im Praktikumsgebäude des Fachbereichs Physik der FU Berlin, Schwendenerstraße 1, 14195 Berlin statt.

(4) Das Praktikum beginnt mit der obligatorischen Einführungsveranstaltung mit Sicherheitsbelehrung. Eine Teilnahme am Praktikum ohne Sicherheitsbelehrung ist nicht möglich.

§3 Zulassung und Anmeldung zum Praktikum

(1) Die Anmeldung zu den Semesterkursen und den Ferienkursen erfolgt nur online auf der Internetseite des Praktikums. Die Anmeldezeiträume sind auf der Internetseite des Praktikums angegeben. Darüber hinaus müssen die Studierenden sich im Campus Management (CM) der FU Berlin für Ihren Praktikumskurs innerhalb der für die Kursanmeldungen im CM vorgesehenen Zeiträume anmelden.

(2) Frei gebliebene oder frei werdende Plätze werden am ersten Praktikumstag unter den anwesenden Nachrückern abhängig von den Vorleistungen verlost.

§4 Eintragung in das CM der FU Berlin

(1) Voraussetzung für die Eintragung „regelmäßige Teilnahme“ und „aktive Teilnahme“ in das CM der FU-Berlin ist die regelmäßige und aktive Teilnahme am Praktikum.

(2) Die aktive und regelmäßige Teilnahme an dem Physik Praktikum wird frühestens 14 Tage nach Abschluss des Praktikumskurses in das Campus Management System der Freien Universität Berlin eingetragen. Ein Übungsschein wird nur in begründeten Ausnahmefällen ausgestellt.

§5 Regelmäßige Teilnahme

Eine regelmäßige Teilnahme liegt vor, wenn die Studentin oder der Student - auch entschuldigt - nicht mehr als zwei der festgesetzten Praktikumstermine versäumt hat. Die versäumten Versuche (Fehltermine) müssen innerhalb des laufenden Praktikumskurses zu den angesetzten Nachholterminen nachgeholt werden.
Werden wegen Erkrankung mehr als zwei festgesetzte Praktikumstermine versäumt, so können die wegen der Erkrankung versäumten Termine in einem zukünftigen Praktikumskurs nachgeholt werden. Eine Erkrankung ist zu belegen.

§6 Aktive Teilnahme

(1) Die aktive Teilnahme setzt die Mitarbeit und erfolgreiche Bearbeitung von Online-Übungsaufgaben zur Fehlerrechnung und zur grafischen Auswertung von Funktionen vor Beginn des Praktikums, die aktive Teilnahme an den Übungen, die Durchführung, Auswertung, Protokollierung und abschließende Besprechung (Abschlussgespräch) einer Mindestanzahl von Versuchen voraus.

(2) Die geforderte Mindestanzahl von Versuchen hängt von dem jeweiligen Studiengang der Studierenden ab. Die Mindestanzahl für einen Studiengang wird in Übereinstimmung mit der Studienordnung/Modulbeschreibung des Studienganges festgelegt und in der Einführungsveranstaltung (s. §2 Absatz 4) bekanntgegeben.

(3) Die Studierenden arbeiten im Praktikum in der Regel in Zweiergruppen an einem Versuchsaufbau und geben ein gemeinsames Versuchsprotokoll ab. Sie können allerdings sowohl die Versuche als auch die Protokolle einzeln durchführen, wodurch verhindert wird, dass ihre Beurteilung durch einen Partner beeinflusst wird.

(4) Die aktive Teilnahme erfordert eine vorhergehende eigene schriftliche und mündliche Vorbereitung auf das jeweilige Thema, die Teilnahme an den Praktikumsterminen mit der Beteiligung an den Vorgesprächen, die Durchführung und Protokollierung der Messungen und die Ausarbeitung der Berichte, gegebenenfalls einschließlich notwendiger Korrekturen oder Ergänzungen und die abschließende Besprechung der Versuche.

(5) Die Protokolle/Berichte sind in schriftlicher Form vorzulegen. Alle an dem Protokoll beteiligten Personen müssen im Protokoll namentlich genannt sein und sind in vollem Umfang für den Inhalt des Protokolls verantwortlich.  

(6) Das Vorgespräch und der schriftliche Kurztest über 10 Minuten dienen dem Nachweis genügender fachlicher Grundkenntnisse und ausreichender Vorbereitung der Teilnehmerin/ des Teilnehmers; sie bilden die Voraussetzung für die Teilnahme an den Praktikumsversuchen.

(8) Die Einschätzung der aktiven Mitarbeit durch Testierung der einzelnen Versuche unterliegt den Veranstaltern des Praktikums unter Einbezug der zuständigen Betreuerinnen und Betreuer.

(9) Die Kriterien, die der inhaltlichen Beurteilung einer aktiven Teilnahme zu Grunde liegen werden in der Einführungsveranstaltung bekanntgegeben. Den Praktikumsveranstaltern bleibt eine abschließende Einschätzung der aktiven Teilnahme nach Durchführung sämtlicher Versuche vorbehalten.

§7 Nachweis der regelmäßigen und erfolgreichen Teilnahme

(1) Für die Studierenden belegt die Eintragung eines Testates der zuständigen Betreuer/innen oder der Praktikumsleitung auf der Testatliste die Teilnahme und den Abschluss einzelner Aufgaben und Versuche. Die Testatliste wird zu Praktikumsbeginn den Studierenden ausgehändigt und ist für die Eintragungen von den Studierenden den zuständigen Betreuerinnen und Betreuer oder der Praktikumsleitung vorzulegen. Die Praktikumsveranstalter zeichnen die Informationen zur Teilnahme und zum Abschluss der einzelnen Aufgaben/Versuche gesondert in geeigneter Form auf. Grundlage für die Eintragung der „regelmäßigen Teilnahme“ und „aktive Teilnahme“ in das CM der FU Berlin sind die Aufzeichnungen der Praktikumsveranstalter.

§8 Organisatorischer und inhaltlicher Ablaufs des Praktikums

(1) Die Praktikumsdurchführung erfordert eigene Vorbereitung, Teilnahme und Mitarbeit an den Vorgesprächen, Durchführung und Auswertung der Messungen, Ausarbeitung der Berichte und abschließende Besprechung der Versuche. Der Termin- und Arbeitsplan wird auf den Internetseiten des Physikalischen Grundpraktikums veröffentlicht. Nicht ausreichend vorbereitete oder mehr als 15 Minuten verspätete Teilnehmer werden von der Versuchsdurchführung zurückgewiesen. Versäumte Versuche müssen nachgeholt werden. (Es dürfen nicht mehr als zwei Regeltermine versäumt werden.)

(2) Eine wesentliche Voraussetzung für eine konstruktive und erfolgreiche Arbeit im Praktikum und den Lernerfolg ist eine intensive physikalisch-inhaltliche Vorbereitung auf den jeweiligen Themenkreis. Die Arbeitsmittel dazu sind Skript, Lehrbücher, Papier und Bleistift und ausreichend Zeit. Als Ergebnis der Vorbereitung muss die (kurze) schriftliche Einführung in die Themen- und Aufgabenstellung (als Teil des Berichts) ausgearbeitet und zu Versuchsbeginn vorgelegt werden. Die Studierende müssen dabei in der Lage sein, das Thema frei, strukturiert und im Zusammenhang darzustellen und Fragen zu beantworten bzw. die eigenen Fragen zu formulieren. Das Praktikum hat spezifische Ausbildungsziele, wobei es physikalische Inhalte vertiefen und ergänzen soll. Es kann aber nicht die Aufgabe der elementaren Stoffvermittlung übernehmen, die auf eine gründliche Mitarbeit in Vorlesungen und Übungen aufbaut.

(3) Zu jedem Versuch wird zu Beginn des Praktikums ein zehnminütiger schriftlicher Test geschrieben, bestehend aus Fragen, die sich auf elementares Grundwissen und den Inhalt der Praktikumsanleitung zu den jeweiligen Versuchen beziehen. Die Tests dienen der Überprüfung ausreichender Grundkenntnisse. Bei Testergebnissen unter 5 Punkten (50%) erfolgt eine Zurückweisung vom aktuellen Versuch wegen mangelnder Vorbereitung. Der Termin gilt als versäumt und muss nachgeholt werden. (Es dürfen nicht mehr als zwei Regeltermine versäumt werden.)

(4) Die Berichte müssen bestimmten inhaltlichen und äußerlichen Anforderungen entsprechen. Fehlende Teile eines Berichts müssen ergänzt, fehlerhafte Darstellungen und Auswertungen korrigiert werden. Berichte, deren äußere Form ein Durchsehen nicht zulässt, werden zurückgewiesen.
Es werden mit Hand geschriebene und mit Computer geschriebene Protokolle akzeptiert.
Bei handschriftlichen Berichten müssen alle Ausarbeitungen, Messdaten, Auswertungen, die Messprotokolle und die Berichte in gebundene Hefte (Laborhefte) eingetragen werden. Geeignete Hefte für die Protokollierung müssen von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern selbst gekauft werden. Geeignet sind karierte Hefte (keine Ringordner) mit ca. 50 Blatt.
Von Berichten, die auf dem Computer geschrieben sind, muss ein Ausdruck, zusammen mit den handschriftlichen Aufzeichnungen vom Versuchstag (Messprotokoll), in einem Schnellhefter abgegeben werden. Darüber hinaus ist eine pdf-Datei des Protokolls abzugeben. Die Abgabe einer überarbeiteten Protokollfassung erfordert einen neuen Ausdruck des gesamten überarbeiteten Protokolls. Die „Erstabgabe“ verbleibt bei dem/der Tutor/in.  
Die Berichte sind am nächsten regulären Versuchstag vorzulegen. Liegt zwischen dem Tag der Versuchsdurchführung und dem nächsten regulären Versuchstag mehr als eine Woche, muss spätestens nach einer Woche ein Bericht vorgelegt werden. Ausgenommen von dieser Regelung sind die „Weihnachtsferien“.   
Die Berichte werden von den Betreuerinnen und Betreuern durchgesehen und mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern besprochen (Abschlussbesprechung). Die Erteilung eines Abschlusstestats setzt die qualifizierte Teilnahme an der Abschlussbesprechung voraus.

(5) Das Praktikum muss in der Woche nach dem letzten Regeltermin vollständig abgeschlossen werden. Ein über diesen Zeitraum hinaus nicht abgeschlossenes Praktikum verfällt insgesamt.

(6) Studierende, die eine ordnungsgemäße Durchführung des Praktikums behindern werden von den Versuchen zurückgewiesen.

(7) Täuschungsversuche/Plagiate können zum sofortigen Ausschluss vom Praktikumskurs führen. In diesem Fall wird keine regelmäßige und aktive Teilnahme bescheinigt. Die bis zum Bekanntwerden des Täuschungsversuches/Plagiats im betreffenden Kurs erbrachten Leistungen verfallen insgesamt.

gez. Dr. Beate Schattat

30.07.2015