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Leben und Überleben im All

Im All

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Bildquelle: NASA / ESA

Dr. Andreas Elsaesser

Dr. Andreas Elsaesser
Bildquelle: Dr. Andreas Elsaesser (Photographer: Daniel Kunzfeld für VolkswagenStiftung)

Biophysiker Andreas Elsäßer simuliert im Laborbedingungen auf anderen Planeten und erforscht, wie kosmische Strahlung auf organische Moleküle wirkt

News vom 08.11.2023

Ein Kurzausschnitt aus dem Zeitungsartikel für den Tagesspiegel; Autorin: Catarina Pietschmann

Gibt es irgendwo da draußen Leben? [...] wonach muss man da eigentlich suchen? [...]

„Das Leben auf der Erde hat so viele Stufen bis zum intelligenten Leben erklommen, dass wir schon froh wären, die einfachsten Formen zu finden: Zellen oder sogar nur die Überbleibsel davon“, sagt der Biophysiker der Freien Universität Berlin.

Ein habitabler Planet

[...] Grundvoraussetzungen für Leben, wie wir es kennen, wären: ein habitabler Planet, auf dem Temperaturen zwischen null  und 100 Grad Celsius herrschen, das Vorhandensein von Wasser und einer Atmosphäre, die vor der aggressiven kosmischen Strahlung schützt. Außerdem: irgendeine Form von Informationsmolekül, wie die DNS, und die Möglichkeit, zelluläre Einheiten zu bilden – zum Beispiel durch eine Membran.

Zellmembranen bestehen aus Fettsäuren, den Lipiden, Proteine aus Aminosäuren. Beide sind – aus irdischer Sicht – essenziell für biologische Systeme. „Wenn wir solche Moleküle finden und sicher sein können, dass sie nicht abiotisch entstanden sind, haben wir einen Hinweis darauf, dass Leben einmal da war – oder da ist.“ 

Andreas Elsäßer untersucht unter anderem an Proben, die außen an der Internationalen Raumstation (ISS) angebracht werden, wie kosmische Strahlung organische Moleküle und Kleinstorganismen verändert, etwa Bakterien und Hefen. [...]

Dabei geht es nicht nur um Leben, sondern auch um Überleben im All. Denn die Weltraumbehörden der USA und Europas, NASA und ESA, sind mitten in der Planung für „Luna Orbital Gateway“ [...].

Temperaturen nahe dem absoluten Nullpunkt

Was kosmische Strahlung mit Biomolekülen macht, sehen sich die Forschenden auch im Labor an. In Planetenkammern simulieren sie beispielsweise die Bedingungen auf dem Mars oder im interstellaren Raum, in dem Temperaturen nahe dem absoluten Nullpunkt von minus 273 Grad Celsius herrschen. „In den Kammern bestrahlen wir diverse organische Proben, um zu sehen, welche stabil und spezifisch genug sind, um stichhaltige Hinweise auf Leben geben zu können.“ [...]

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