Erfolgsprogramm verlängert: Deutsch-Französischer Doppelmaster in Physik
Berlin - Paris
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Prof. Dr. Wolfgang Kuch
Klara Bonneau
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Dr. Lisa-Marie Kern
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Der gemeinsame Studiengang der Freien Universität Berlin und der französischen Elitehochschule Institut Polytechnique de Paris wird für weitere vier Jahre von der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH) gefördert. Bis zu zehn Physikstudierende jährlich können in das Doppelmasterprogramm aufgenommen werden.
News vom 27.04.2026
Der Deutsch-Französische Doppelmaster in Physik wird an der Freien Universität Berlin seit 2014 angeboten. Das zweijährige Programm wird von der Deutsch-Französischen Hochschule finanziert und hat zum Ziel, wissenschaftlichen Nachwuchs für gemeinsame Forschungsvorhaben in Deutschland und Frankreich zu fördern und dadurch das Innovationspotenzial beider Länder zu stärken. Studierende erhalten von der DFH neben Sprachkursen und interkulturellen Bewerbungstrainings eine Mobilitätsbeihilfe während ihres Aufenthalts an der Partnerhochschule.
Zwei Masterabschlüsse in einem Programm
Doppelmasterstudierende nehmen an den regulären Lehrveranstaltungen der Masterstudiengänge an der Freien Universität Berlin und am Institut Polytechnique de Paris teil. Nach einer erfolgreichen Umsetzung der Masterarbeit in Berlin oder Paris erhalten sie zwei Universitätsabschlüsse – einen von der Freien Universität Berlin und einen vom Institut Polytechnique de Paris.
"Das Doppelmasterprogramm in Physik ist eine einzigartige Gelegenheit, während des Studiums zwei verschiedene Hochschulsysteme kennenzulernen, in die französische Kultur einzutauchen und seine Sprach- sowie interkulturellen Fähigkeiten zu erweitern“, erklärt der Studiengangskoordinator und Experimentalphysiker Prof. Dr. Wolfgang Kuch. „Viele unserer Absolventen promovieren anschließend, entweder in Frankreich oder in Deutschland, und sind mittlerweile in führenden Positionen in Unternehmen oder Forschungseinrichtungen beschäftigt."
Erfolgreich in die Wissenschaft gestartet
Zum Beispiel Klara Bonneau aus Grenoble, die das Doppelmasterprogramm im Jahr 2022 absolvierte. Die Forschungsphase ihres Masterstudiums verbrachte sie an der Freien Universität Berlin. Für ihre Masterarbeit wurde Klara Bonneau mit dem Physik-Studienpreis 2023 der Physikalischen Gesellschaft zu Berlin ausgezeichnet.
„Mein Studium an der École Polytechnique war durch eine breite, multidisziplinäre Ausbildung charakterisiert. Im Master an der FU Berlin konnte ich mich dann gezielt auf ein Forschungsthema konzentrieren. Diese Erfahrung hat mich so begeistert, dass ich für eine Promotion geblieben bin“, sagt Klara Bonneau. Aktuell forscht sie als Doktorandin in theoretischer Physik in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Cecilia Clementi an der Freien Universität Berlin.
Den Vorteil des Doppelmasterstudiums sieht Klara Bonneau in der Komplementarität beider Abschlüsse: „Das vielseitige Ingenieurdiplom der École Polytechnique und der forschungsorientierte Master in Physik der FU Berlin ergänzen sich perfekt. Diese Kombination eröffnete mir vielfältige Karrierewege.“
Ähnliches berichtet auch Lisa-Marie Kern, die an verschiedenen europäischen Universitäten Physik studierte und 2018 den Deutsch-Französischen Doppelmasterabschluss in Physik erlangte: „Mein deutsch-französisches Physikstudium hat mich sowohl fachlich als auch persönlich nachhaltig geprägt. Ich bin sehr dankbar für die Möglichkeit, in verschiedenen Laboren zu arbeiten, in unterschiedliche Arbeits- und Wissenschaftskulturen einzutauchen und in beiden Ländern wertvolle Freundschaften zu knüpfen“.
Das Masterprogramm zwischen der Freien Universität Berlin und dem Institut Polytechnique bietet nämlich vielfältige Möglichkeiten, die eigene Spezialisierung gezielt zu entwickeln und den individuellen Interessen entsprechend zu vertiefen. „Darüber hinaus habe ich es sehr geschätzt, sowohl in Berlin als auch in Paris leben zu können“, resümiert Lisa-Marie Kern.
Die Physikerin promovierte daraufhin am Max-Born-Institut und an der Technischen Universität Berlin und wurde in den letzten Jahren mit mehreren Preisen ausgezeichnet: dem Carl-Ramsauer-Preis der Physikalischen Gesellschaft zu Berlin, dem Dissertationspreis der Sektion Kondensierte Materie der Deutschen Physikalischen Gesellschaft sowie dem KlarText-Preis für Wissenschaftskommunikation der Klaus Tschira Stiftung. Heute arbeitet Dr. Lisa-Marie Kern als experimentelle Physikerin am renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston.
Prof. Dr. Wolfgang Kuch zieht ein positives Fazit: „Wir freuen uns über die vielen positiven Rückmeldungen unserer Studierenden und dass unser Programm auch die nächsten vier Jahre von der DFH gefördert wird.“
Weitere Informationen zum deutsch-französischen Doppelmaster, einschließlich Bewerbungsfristen, Bewerbungsunterlagen und Studienaufbau, finden Sie auf der Studiengangsseite. Kontakt: Prof. Dr. Wolfgang Kuch, doublemaster@physik.fu-berlin.de
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